CONSOLFOOD2020

Im letzten Januar haben wir in Faro/Algarve die mittlerweile dritte CONSOLFOOD-Konferenz veranstaltet, die wieder ein Treffen mit vielen Solarkochenthusiasten aus aller welt ermöglichte. Ich habe bei der Gelegenheit acht Interviews zu dem Thema aufgenommen, von denen ich schon die Hälfte auf SunPod veröffentlicht habe. Der Rest folgt in den kommenden Wochen. Und heute habe ich endlich die letzten pdfs der während der Konferenz gehaltenen Vorträge veröffentlicht: http://www.consolfood.org/presentations-cf-2020/

Joghurt low tech selbst gemacht

Heute habe ich zum ersten Mal einen Joghurt probiert, den ich selbst hergestellt habe. Die Vorgehensweise ist erschreckend einfach: ich habe etwa 800 ml frische Biovollmilch auf knapp 90°C erhitzt, auf 45° abkühlen lassen und dann in ein recyceltes Kirschenglas geschüttet, in das ich vorher zwei Esslöffel eines Biojoghurts („ABC“-Joghurt von Söbbeke) gegeben hatte. Das Glas habe ich dann in eine Kochkiste, also praktisch in einen Korb mit einem alten Badetuch als Wärmedämmung gestellt und über Nacht ruhen lassen. Heute morgen war der Joghurt fertig. Genauso lecker wie das Original. Ich brauchte also keinerlei Technik zu kaufen oder komplizierte Temperatursteuerungen zu ersinnen, es ist wirklich so einfach!

Saatgutfestival 2019

Auch das mittlerweile 5. Düsseldorfer Saatgutfestival war wieder rundum gelungen. Hier ein paar Impressionen:


Das kollektiv tonalli mit der Szenischen Lesung und Performance „Maiz“ in der Aula


Peter Reichenbach hat in einem Vortrag sevengardens vorgestellt und an seinem Stand Kinder mit Pflanzenfarben malen lassen


Das Saatgutfestival war wieder in NRW der Ort mit der größten Auswahl an samenfestem Saatgut von Nutzpflanzen


Es gab aber nicht nur Saatgut, sondern auch das, was man aus der Ernte herstellen kann.

Pilzanbau im Garten

Letzte Woche kam das Paket mit der Pilzbrut von www.glueckspilze.at aus Innsbruck. Viermal drei Liter mit von Myzel durchwachsenem Sägemehl: Austernseitling, Kräuterseitling, Klapperschwamm und Shiitake.

Ich habe in knapp einen Meter lange Baumstammabschnitte mehrere Kerben gesägt und mit verstärktem Klebeband wieder verschlossen.

In dieses Klebeband habe ich ein Loch geschnitten und mit Hilfe eines Esslöffels das Brutmaterial eingefüllt.

Zum Schluss habe ich mit dem Löffelstiel die Sägespäne fest gedrückt, die Kerbe bis zum Rand aufgefüllt und mit einem weiteren Klebestreifen wieder verschlossen.

Nun lagern die Stämme für etwa ein Jahr und werden von den Pilzen durchwachsen.

Interview mit der Ethnologin Dr. Ute Eickelkamp

Ute Eickelkamp stammt aus Recklinghausen, lebt aber schon seit 1989 in Australien. Bei einem ihrere gelegentlichen Besuche in der alten Heimat hatte ich die Gelegenheit, ihren Betrachtungen zu Gemeinsamkeiten zwischen den Menschen an der Emscher und im Herzen Australiens zu lauschen und war so begeistert, dass ich allen anderen, die mögen, hier die Gelegenheit geben möchte, ebenfalls zuzuhören: Interview mit Dr. Ute Eickelkamp

216 SunPod-Interview: Neha Mehta, Kinjal Pandya – Cakes and Solar Cooking – Change Makers in Rural India

Letzte Woche bin ich aus Faro zurückgekommen, wo wir die zweite CONSOLFOOD-Konferenz über solarthermische Lebensmittelverarbeitung durchgeführt haben, und in den kommenden Wochen werde ich mehrere Interviews veröffentlichen, die ich dort aufzeichnen durfte.

Heute möchte ich mit zwei außergewöhnlichen jungen Frauen aus Indien den Anfang machen, die durch die Pratika im Rahmen ihres Universitätsstudiums in sozialer Entwicklung und Organisationsmanagement ihre Begabung für die Unterstützung von Menschen in den Dörfern Indiens entdeckt haben.
Neha Mehta und Kinjal Pandya erfahren in vielen Gesprächen mit den Menschen in den Dörfern, wo der Schuh am meisten drückt und schaffen Abhilfe. Das können gesundheitliche Schwierigkeiten sein oder solche mit Hygiene oder Abfallbeseitigung wie in ihrem aktuellen Projekt in einem Reservat für Tiger.
Ausserdem erfahren wir, wie sie Solarkocher und Solartrockner kennengelernt und in den Dörfern eingeführt haben, und nebenbei hören wir einige vertraute Namen von Solarkocherpionieren, die uns schon früher ihre Geschichte erzählt haben. Außerhalb des Interviews haben mir Neha und Kinjal übrigens ganz beiläufig erzählt, dass sie neben ihrer Muttersprache Gujarati auch noch Hindi, englisch, Pandjabi und ein paar andere Regionalsprachen Indiens beherrschen, die sie immer lernen, wenn ein neues Projekt das erforderlich macht.
Das Gespräch haben wir auf englisch geführt.