Buchtipp:
Pflanzliche Urtinkturen
Wesen und Anwendung

Pflanzliche Urtinkturen

Als ich Ende April Ursula Stratmann besucht habe, um mit ihr ein Interview für SunPod über ihre Wildkräuterwanderungen im Ruhrgebiet aufzuzeichnen, empfahl sie mir dieses Buch, das mich vom ersten Augenblick an begeistert hat.

Das Autorenpaar beschreibt nicht nur die “klassischen” Eigenschaften und Anwendungen von 48 der bekanntesten Heilkräuter wie Kamille, Salbei, Brennnessel usw., die sich von den Inhaltsstoffen ableiten, sondern darüber hinaus beschreiben sie das “Wesen” der Pflanzen.

Zitat: “Das Wesen ist der verborgene Grund, der verborgene Sinn. Es ist die Kraft, die hinter der Erscheinung liegt.” und an anderer Stelle: “Es ist die Bestimmung, der verborgene Sinn einer Heilpflanze, einen Gegenpol zum kranken Menschen (oder Tier) zu schaffen und damit wieder ein Gleichgewicht anzustreben. Die Pflanze sucht also die Krankheit und findet ihre höchste Bestimmung darin, wenn sie als Heilmittel Verwendung findet.”

Ich kannte ja schon die Empfehlung, im Garten darauf zu achten, welche Pflanzen dort plötzlich wachsen, die früher nicht da waren, und die mich “gesucht” haben könnten, um mich bei persönlichen Transformationsprozessen – körperlich, geistig oder seelisch – zu unterstützen, aber dass ein Ehepaar dieses Thema schon seit Jahrzehnten erforscht und eine Firma gegründet hat, um dieses Wissen und diese Wirkungen in die Welt zu tragen (Ceres Heilmittel), das war wie eine Offenbarung für mich!
Ich finde das Buch gut lesbar, schön gestaltet und alltagstauglich, und deshalb habe ich es auch schon ein paarmal verschenkt. Und ich habe damit begonnen, den Grundstock für meine eigene Hausapotheke zu legen :-)

Hier zwei praktische Beispiele aus den letzten Tagen, wir sehen die frischen blühenden Kräuter vor dem Zerkleinern:

Johanniskraut:
“Lichtassimilation, Nervenkraft, Stabilität”

150712_Johanniskraut

und Kapuzinerkresse:
“Durchwärmung des Wässrigen, und Lichtdurchdringung
des Feuchten und Dunkeln”

150712_Kapuzinerkresse

Gesang im Ökotop

150706-Nachtigall

Schon am frühen Abend beglückt mich täglich eine Singdrossel im Garten mit ihrem großen Repertoire. Einer Ihrer Lieblingsbäume steht im Nachbargarten, so dass ich geradezu einen Logenplatz geschenkt bekommen habe :-)

[Anmerkung: ich hatte den Vogel ursprünglich für eine Nachtigall gehalten, aber die hat keine Sprenkel auf der Brust]

21. Solarkochertagung in Altötting

Regula-Celestino

Letztes Wochenende war ich in Oberbayern, wo ich auf der Solarkochertagung über ein Projekt bei LAZOLA berichtet habe, an dem ich beteiligt bin. Wir erstellen eine Videobauanleitung für diesen genialen Boxkocher.

Auf der Tagung gab es viele hörenswerte Vorträge, aus denen für mich die von Regula Ochsner von ADES und von Celestino Ruivo aus Faro hervorragten.
Celestino hatte drei Trichterkocher incl. upgecycelten Waschmaschinenbullaugen als Treibaus nebst Kochtöpfen mitgebracht und diese auf dem zentralen Kapellplatz aufgebaut.
Die Sonne war gnädig und hielt sich nicht an den Wetterbericht, so dass der Solartee bald fertig war :-)

NeuLand – Garten findet Stadt

Während meines Besuchs im Kölner Neuland letzten Sommer lief auch ein Filmteam herum, so dass ich in diesem gelungenen Portrait dieses wegweisenden Gemeinschaftsgartens auch kurz auftauche ;-)

Solarbäckerei auf Haiti

Auf Haiti sind 98 Prozent der Wälder bereits abgeholzt. Da ist der Solarbackofen von GoSol ein Segen.
Hier noch ein Bericht in der Solothurner Zeitung über GoSol.

152_SunPod-Interview
Dipl.-Ing. agr. Kerstin Lüchow
Ein Herz für den Naturgarten

150201_Kerstin_Luechow

Wer einen Garten anlegen möchte, der ihm möglichst wenig Arbeit bei der regelmäßigen Pflege macht, den er ausser am Anfang nie gießen muss, in den er keine chemisch-synthetischen Dünger und keine Gifte schütten möchte, und der alle vier Wochen sein Gesicht geändert hat, weil wieder ganz andere Pflanzen blühen, der ist ein Kandidat für einen Naturgarten.
Einige dieser Menschen, die sich solcher Gärten schon lange erfreuen, haben vor 25 Jahren den Naturgarten e.V. gegründet und sich im Januar in Düsseldorf zu ihren jährlichen Naturgartentagen getroffen.
Ich hatte mich dort mit der Gärtnerin und Gartenbauingenieurin Kerstin Lüchow verabredet, die sowohl im Vorstand des Vereins als auch in der Geschäftsstelle mitarbeitet.
In unserem Gespräch erschien sie mir wie ein wandelndes Lexikon in Sachen Naturgarten und ist ganz klar mit ihrem Herzblut bei der Sache, was jedem deutlich wird, der ihr zuhört.
Wir erfahren u.a. auch, dass man mit den passenden Maßnahmen vielen der 560 Wildbienenarten in Deutschland ein Refugium bieten kann, dass viele Wildblumensaatmischungen ungeeignet sind und auch nicht jedes Buch, dass “Naturgarten” im Titel trägt, wirklich Naturgartenwissen vermittelt.
Auch bei den immer beliebteren Insektenhotels wird in der Regel viel falsch gemacht. Es gibt also noch sehr viel neu zu lernen, und der Naturgarten e.V. ist dafür die erste Adresse.

Solargeburtstag an der Algarve

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Celestino Ruivo aus Faro hat mir ein paar Fotos von seiner Geburtstagsfeier zur Verfügung gestellt, die ich veröffentlichen darf. Wenn ich das so sehe, frage ich mich wirklich, was ich hier in diesem grauen Düsseldorf eigentlich noch mache ;-)

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150 SunPod-Interview
Dr. agr. Christine Rüther – SoLawi Kassel

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Hier geht’s zum Interview

Die UNO und die FAO haben das Jahr 2015 zum “Internationalen Jahr der Bodens” erklärt, und wir werden uns in diesem Jahr mit unseren Interviews immer wieder darauf beziehen.
Während die industrielle Landwirtschaft die Böden immer mehr zerstört und vergiftet, bietet allein die kleinbäuerliche Landwirtschaft die Gewähr, unsere Ernährungsgrundlage dauerhaft zu schützen und zu pflegen.

Wie so etwas praktisch gelingt, hat mir vergangene Woche die promovierte Agraringenieurin Christine Rüther erzählt. Sie arbeitet seit rund sechs Jahren bei der SoLawi (= “solidarische Landwirtschaft”) Kassel mit. In zwei Bioland-zertifizierten Gärtnereien in Escherode und in Niederkaufungen wird für über 200 Menschen nachhaltig Gemüse angebaut, wobei in Escherode drei Thüringer Kaltblutpferde den Pflug und den Anhänger ziehen, eine Arbeitsweise, die im Unterschied zu Traktoren den Boden schont.

Unser Interview ergänzt sehr schön unsere SunPod-Ausgabe 114 mit Wolfgang Stränz, der damals den Buschberghof vorgestellt hatte, und wenn man sich beide Episoden anhört, bekommt man ein gutes Gefühl für das Gemeinsame und das jeweils Spezifische dieser beiden SoLawis.

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Alles Gute für 2015!


Mehr Infos gibt’s beim Zentrum für Politische Schönheit (ZPS)

degrowth-Leipzig-Nachlese:
Die Naturblindheit überwinden: Auf dem Weg zu einer Ökologischen Ökonomik


Quelle: www.kontext-tv.de
Dort gibt es auch das Transskript dieses Interviews mit dem spanischen Ökonomen Joan Martinez-Alier