Trichterkocher in Dortmund

Gestern war ich in der Werkhalle im Union Gewerbehof, wo die Urbanisten das „You Do-Festival der urbanen Produktion 2018“ ausrichten.
Vermutlich war es der Kälte geschuldet, dass ich nur drei Teilnehmer*innen hatte, die aber sehr engagiert bei der Sache waren, zwei studieren Nachhaltigkeitswissenschaft und einer Maschinenbau.

216 SunPod-Interview: Neha Mehta, Kinjal Pandya – Cakes and Solar Cooking – Change Makers in Rural India

Letzte Woche bin ich aus Faro zurückgekommen, wo wir die zweite CONSOLFOOD-Konferenz über solarthermische Lebensmittelverarbeitung durchgeführt haben, und in den kommenden Wochen werde ich mehrere Interviews veröffentlichen, die ich dort aufzeichnen durfte.

Heute möchte ich mit zwei außergewöhnlichen jungen Frauen aus Indien den Anfang machen, die durch die Pratika im Rahmen ihres Universitätsstudiums in sozialer Entwicklung und Organisationsmanagement ihre Begabung für die Unterstützung von Menschen in den Dörfern Indiens entdeckt haben.
Neha Mehta und Kinjal Pandya erfahren in vielen Gesprächen mit den Menschen in den Dörfern, wo der Schuh am meisten drückt und schaffen Abhilfe. Das können gesundheitliche Schwierigkeiten sein oder solche mit Hygiene oder Abfallbeseitigung wie in ihrem aktuellen Projekt in einem Reservat für Tiger.
Ausserdem erfahren wir, wie sie Solarkocher und Solartrockner kennengelernt und in den Dörfern eingeführt haben, und nebenbei hören wir einige vertraute Namen von Solarkocherpionieren, die uns schon früher ihre Geschichte erzählt haben. Außerhalb des Interviews haben mir Neha und Kinjal übrigens ganz beiläufig erzählt, dass sie neben ihrer Muttersprache Gujarati auch noch Hindi, englisch, Pandjabi und ein paar andere Regionalsprachen Indiens beherrschen, die sie immer lernen, wenn ein neues Projekt das erforderlich macht.
Das Gespräch haben wir auf englisch geführt.

Erste Impressionen der CONSOLFOOD 2018 in Faro

Zwei Jahre nach der erforlreichen CONSOLFOOD-Konferenz in Faro haben wir uns entschlossen, eine Folgekonferenz auszurichten. Hier ein Blick über den Innenhof der Univerität der Algarve in Faro, wo zahlreiche Kocher das Essen für die knapp 100 Anwesenden gekocht haben. Der Ton, der die ganze Zeit zu hören ist, stammt von Jürgen Kleinwächters Solarorgel, die wir am Ende dieses kurzen Clips sehen.

Der Saatzieher – Altes Wissen, neue Landwirtschaft

Schöner Workshop mit Transition Neuss

Katja von der Neusser Transition Town-Initiative hatte in ihren Garten eingeladen, und gemeinsam haben wir fünf neue Trichterkochern das Licht der Welt erblicken lassen.

Wie immer ging im Team alles leichter, auch, den Kleister zu verteilen.

Noch zusammennähen, dann sind die Kocher fertig. Der regen hat freundlicherweise gewartet, bis wir fertig waren.

Noch mehr Trichterkocher für Stoppenberg

Heute war ich ein weiteres Mal in Essen in der Sekundarschule Am Stoppenberg und habe mit zwei achten Klassen acht und sechs Trichterkocher gebaut. Es ging genauso zügig wie beim ersten Mal.

Trichterkocher für Stoppenberg

Heute war ich in Essen in der Sekundarschule Am Stoppenberg und habe mit einer achten Klasse mit 24 Schüler*innen insgesamt acht Trichterkocher gebaut. Das Rohmaterial waren gebrauchte Kartons aus Fahrradgeschäften.

Während des Bauens herrschte ein lebhaftes Durcheinander, wie immer in solchen Situationen, und am Ende waren die Kocher fertig.

Und wie immer klappt es am besten im Team.

Zum Schluss gingen wir kurz auf den Schulhof, um an einem Kocher zu testen, wie schnell das Kochglas so heiss wird, dass man es nicht mehr anfassen kann. Die Sonne schien kräftig, so dass wir nach etwa 5 Minuten soweit waren. Die Trichterkocher lassen die Kraft der Sonne sinnlich erfahrbar werden.

Noch ein Workshop im Naturkundemuseum Schloß Benrath

Heute ging es weiter mit einem zweiten Workshop im Rahmen des Ferienprogramms im rechten Seitenflügel des Benrather Schlosses. Man beachte den liebevoll gepflasterten Untergrund.
Auf die Idee, anstatt der breiten Pinsel, die ich früher immer verwendet hatte, einfach ein Stück Karton als Spachtel zum Verstreichen des Tapetenkleisters zu nehmen, hat mich mal irgendwann eine Lehrerin gebracht. Nach ein paar hundert Kochern denkt man ja immer, man kennt alle Tricks, aber es gibt immer wieder mal neue Impulse 🙂

Der Ort des Geschehens war wie am Vortag der Innenhof des Düsseldorfer Naturkundemuseums in Benrath. Im Hintergrund sieht man die Hochbeete des Elisabethgartens, der sich ebenfalls hier befindet.

Um Klebstoff zu sparen lasse ich immer die überstehende Rettungsdecke an den Längsseiten zum Teil abschneiden.

Und die Teams schreiben ihre Namen auf „ihren“ Trichterkocher.

Das Zusammennähen der beiden Hälften ist immer der anspruchsvollste Teil beim Kocherbau, aber die Kleinen aus der KGS Florensstraße waren mit Feuereifer dabei.

Ferienprogramm im Schloß Benrath

Wie schon im letzten Jahr habe ich auch heute wieder mit Kindern im Innenhof des Naturkundemuseums im Benrather Schloß Trichterkocher gebaut. Hinterher haben alle in einen fertigen Trichterkocher hineingelangt, um die Wärme unten im Trichter zu spüren.

Die vorher geknickten Kartons werden mit Tapetenkleister eingestrichen.

Nach dem Aufkleben der Rettungsdecke auf die Vorderseite werden die überstehenden Teile der Folie bis auf wenige cm abgeschnitten, bevor sie auf der Rückseite des Kartons mit Alleskleber aufgeklebt werden.

Die Löcher zum „Zusammennähen“ der beiden Kocherhälften werden mit einem Schraubenzieher durchgestochen.

Beim Bau eines Trichterkochers lernt man Teamwork.

Die Schülerinnen und Schüler der GGS Flurstraße in Düsseldorf-Flingern waren zwischen 7 und 11 Jahre alt, und mit etwas Unterstützung von jeweils einem Erwachsenen je Team ging die Arbeit gut von der Hand, und die Kocher wurden innerhalb der geplanten anderthalb Stunden pünktlich fertig 🙂

Trichterkocher an der Karl-Tietenberg Schule
für Sehen

Mein heutiger Solarkocher-Worksshop war besonders eindrücklich, weil ich zum ersten Mal an einer Düsseldorfer Schule für Sehgeschädigte gearbeitet habe. Von den drei Dreierteams der 7. Klasse bestand eines aus blinden Kindern, die vom Lehrerduo tatkräftig unterstützt wurden.
Der Lehrer führt auf dem oberen Bild die Hand des blinden Mädchens, um den Tapetenkleister auf dem Karton zu verstreichen.

Gemeinsames Glattstreichen der Rettungsdecke.

An Geschicklichkeit standen die Kinder denen, die ich bei früheren Aktionen erlebt habe, in nichts nach, und hier sehen wir das Ergebnis.