Für unser heutiges Jubiläumsinterview hätte ich mir keine besseren Gesprächpartner vorstellen können als die “Eltern des Parabolspiegelkochers” heutiger Bauart, Imma und Dieter Seifert, die ich – wie schon unsere letzten beiden Gesprächspartner Wolfgang Scheffler und Hans Michlbauer – auf der Solarkochertagung in Altötting getroffen habe.
Dr. Dieter Seifert hat in den letzten rund 30 Jahren über viele Zwischenstufen den SK 14 entwickelt, und seine Frau Imma hat den jeweiligen Kocher immer gleich ausprobiert und aus der Praxis heraus viele Vorschläge und Wünsche für die Weiterentwicklung geäußert. So hat sie maßgeblich dazu beigetragen, dass dieser Solarkocher zu einem so alltagstauglichen Gebrauchsgegenstand geworden ist.
Wenn wir den beiden zuhören, was sie über den Parabolspiegelkocher zu erzählen haben, so wird zum einen sehr schnell deutlich, welch wunderbaren Glücksfall dieses Ehepaar für die Solarkocherwelt bedeutet, und zugleich, wie einfach und selbstverständlich man mit Sonnenlicht kochen kann
Der Besuch auf der 20. Solarkochertagung in Altötting im April hat mir geholfen, endlich eine gewaltige Lücke in der Sammlung meiner Solarkocherinterviews zu schließen: wir erfahren aus dem Mund des ersten Vorsitzenden der EG Solar, Hans Michlbauer, worum es bei diesem Verein geht, ohne den die Solarkocherwelt heute anders aussähe.
Zu groß für die Kräuterspirale. Deshalb ein eigenes Rondell. Ich hatte die Pflanze letztes Jahr von einem etwas beengteren Standort umgepflanzt und sie ist hier offenbar gut angekommen.
Letztes Wochenende bin ich zur 20. Solarkochertagung der EG Solar in die deutsche Solarkocherhauptstadt nach Altötting gefahren. Fast die gesamte Prominenz der deutschen Solarkocherszene traf sich dort zum lebhaften Austausch.
Nachdem mir Wolfgang Scheffler in unserem ersten Interview 2010 hauptsächlich sein Interesse an der Weiterentwicklung der Demokratie in Form des Bürgergutachtens geschildert hatte, habe ich dieses Mal die Gelegenheit genutzt, ihn ausführlich die Geschichte des “Scheffler-Spiegels” erzählen zu lassen.
Mit dieser Technik hat er beispielsweise zusammen mit Deepak Gadhia, den wir ja schon 2011 auf SunPod kennengelernt haben, in Indien die größten Solarküchen der Welt gebaut, in denen mit Sonnenlicht bis zu 50.000 Mahlzeiten täglich gekocht werden.
Letztes Wochenende bin ich ins Mekka der deutschen Solarkocherszene nach Altötting gepilgert, und obwohl es schon die 20. Solarkochertagung war, war es für mich eine Premiere.
Ich hatte das Glück und die Freude, einige der Erfinder zu treffen, die in den letzten Jahrzehnten die Solarkocherwelt bereichert haben. Auf dem obigen Bild führt Hartmut Ehmler aus Potsdam Jo Hasler aus Paderborn seinen Lightoven vor, während Jo Hasler anschließend umgekehrt seinen LAZOLA präsentiert:
Begegnungen dieser Art gab es zuhauf und dazu ein reichhaltiges Buffet, es war auch gut und viel gebacken worden:
Ich hatte das Glück, Imma und Dieter Seifert zu treffen, ohne die die Entwicklung der Parabolspiegelkocher in der heutigen Form undenkbar gewesen wäre. In der Mitte Hans Michlbauer, solares Urgestein und Vorsitzender der EG Solar, die die Tagung veranstaltet hat:
Und hier sehen wir die Werkstatt, in der jeden Monat die Solarkocherbaukurse stattfinden:
Da soviel Solarkochprominenz versammelt war, fiel es mir auch leicht, einige der größten Lücken in meiner Interviewsammlung zu schließen und mehrere Gespräche für SunPod aufzuzeichnen. Freut Euch in den nächsten Wochen darauf
Gestern habe ich im Garten die neue Solarkochersaison eröffnet.
Ich habe allerdings erst gegen 16 Uhr damit begonnen, das Wasser heiss zu machen, so dass mein mobiler Solarkocher “Lightoven” es nicht ganz bis zum Kochen brachte, bevor die Sonne hinter dem Lärmschutzwall neben dem Ökotop verschwand. Aber die 90° reichten für eine Tasse Tee völlig aus.
Die Solarkocherwelt ist klein und fühlt sich zugleich an wie eine große Familie.
Diese Woche bekam ich eine Email von Prof. Celestino Ruivo, der an der “Universidad Nacional de Algarve” in Faro, Portugal, Maschinenbau lehrt.
Ich hatte schon vor einiger Zeit seinen Trichterkocher aus Beton bewundert, den ich gern irgendwann mal für meinen Garten nachbauen möchte
Prof. Ruivo hatte mich im Solarcooking-Wiki entdeckt und als guter Networker Kontakt aufgenommen.
Über die “Transition Town Bewegung” und den Beitrag, den diese Initiativen zu einer nachhaltigen Transformation der Gesellschaft leisten kann, sprechen Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident & wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts, und Benjamin Best, Doktorand vom Wuppertal Institut. Benjamin Best berichtet zudem über seine persönlichen Erfahrungen in der Transition Town Köln.