118_SunPod_Interview:
Rainer Konietzny – Passivhaus

Rainer Konietzny

Rainer Konietzny ist die treibende Kraft in der Energiegruppe unserer Düsseldorfer Transition-Initiative. Er hat im letzten Herbst das erste private Passivhaus in Düsseldorf bezogen und führt uns in diesem Interview in die komplexe Thematik rund um Passivhäuser ein. Dabei erfahren wir beispielsweise auch etwas über die Bedeutung der Innenseiten von Aussenwänden oder den Unterschied zwischen gemessener und gefühlter Temperatur

Teelichtkocher

140128 Teelichtkocher

Gestern habe ich im Garten endlich einen Wasserkocher ausprobieren können, der auch dann funktioniert, wenn die Sonne nicht scheint. Er wird betrieben mit einem speziellen Teelicht mit besonders großer Flamme. Ich habe etwa eine Dreiviertelstunde gebraucht, um ca. 350 ml Wasser auf geschätzte 90°C zu erhitzen. Bei Aussentemperaturen kurz über dem Gefrierpunkt hatte ich keine Lust zu warten, bis das Wasser sprudelt, aber der Erfinder, Hartmut Ehmler, den wir schon durch seinen phantastischen Lightoven kennen, versicherte mir, dass das Wasser letztlich siedet. Der Tee hat jedenfalls geschmeckt 🙂

Der Alubehälter fasst etwas mehr als 500 ml Wasser.
Wer sich für das Teil interessiert, mag über Hartmuts Website mit ihm Kontakt aufnehmen.

Der Kocher funktioniert übrigens nur draussen. In der Wohnung ist die Kerzenflamme immer nach kurzer Zeit erloschen. Offenbar ist etwas Luftbewegung nötig, damit das CO2 entweichen kann.

Logbuch: Solidarische Landwirtschaft

solawi

Jeder, dem der Film Die Strategie der krummen Gurken zugesagt hat, findet unter www.gartencoop.org/tunsel/radio laufende Ergänzungen zur Entwicklung der Freiburger GartenCoop, aber inzwischen auch über die gesamte CSA-Szene nebst verwandten Themenfeldern. Einmal im Monat gibt es eine ca. einstündige Sendung.
Und jeder, der schon an einer SoLawi beteiligt ist oder plant, eine zu starten, findet dort eine Fülle von Anregungen, so dass man nicht immer wieder das Rad neu erfinden muss.
Nächste Sendung: Dienstag, 28. Januar 2014 – 16:00 Uhr, Livestream: https://rdl.de/sendung/logbuch-solawi
Man kann die Sendungen dort auch als Podcast abonnieren.

115_SunPod Rückblick und Ausblick: Michael

140105_Michael

Heute und nächste Woche werden zur Abwechslung die Macher von SunPod selbst interviewt.
Nach dreieinhalb Jahren und passend zum Jahreswechsel schauen wir zurück und auch nach vorn. Ich habe mich in meinem Freundeskreis umgeschaut, wen ich mir denn als Gesprächspartnerin wünsche, und ich freue mich, dass Jeannette aus Essen Lust und Zeit hatte, sich mit mir in der letzten Dezemberwoche zusammenzusetzen und durch ihre Fragen diese Episode wesentlich mitzugestalten. So ist eine Zwischenbilanz entstanden, die helfen mag, die vorhandenen Interviews etwas besser einzuordnen.

Obiges Foto ist 2013 bei einem Workshop in Bielefeld entstanden und ich fand es auf meiner Festplatte. Leider weiss ich nicht, wer es aufgenommen hat. Wenn der Fotograf das hier liest, möge er sich bitte mit mir in Verbindung setzen, und ich nenne gerne seinen Namen 🙂

114_SunPod_Interview: Wolfgang Stränz
Buschberghof / solidarische Landwirtschaft

Wolfgang Stäenz

Die solidarische Landwirtschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die bäuerliche Landwirtschaft zu erhalten bzw. wiederherzustellen und sie (im Unterschied zur zerstörerischen Industrielandwirtschaft) so zu betreiben, “wie sie betrieben werden muss”.

Die Geschichte der solidarischen Landwirtschaft in Deutschland begann 1988 in Fuhlenhagen bei Hamburg.
Wolfgang Stränz war dort 25 Jahre lang Schatzmeister der “Wirtschaftsgemeinschaft Buschberghof”, und nachdem er letzte Woche auf dem ersten “Regionaltag Solidarische Landwirtschaft” in Düsseldorf einen Vortrag gehalten hatte, hat er uns seine Zeit für dieses Interview geschenkt.

Wir lernen heute die Geschichte dieses zukunftsweisenden Projekts kennen, in dem Landwirtschaft in Freiheit ohne ökonomischen Zwang praktiziert wird, und verstehen, warum diese neue Form des Miteinanders von Erzeugern und Verbrauchern regen Zulauf erfährt.

Inzwischen gibt es nämlich 43 SoLaWi-Betriebe in Deutschland und ungefähr noch einmal so viele Initiativen, die in den Startlöchern stehen. Diese haben sich zum Netzwerk solidarische Landwirtschaft zusammengeschlossen, das wir ebenfalls gleich kennenlernen werden.

In den USA gibt es übrigens schon rund 1500 und in Frankreich gar 2000 solcher Gruppen. Das zeigt uns, welches Potential in dieser Form der verantwortungsvollen Landwirtschaft steckt.

Trichterkocher für Freiherr-vom-Stein-Realschule

Frh_v_Stein_Realschule

Heute habe ich mit der 7. Klasse der Düsseldorfer Freiherr-vom-Stein-Realschule im Rahmen des „Projekttages 2013 „Nachhaltigkeit““ 9 Trichterkocher gebaut, die morgen am Tag der offenen Tür dort ausgestellt werden.
Wie jedesmal bei solchen Projekten herrscht zwischendurch ein riesiges Durcheinander, und hinterher sind die Kocher fertig!

Das Umweltamt finanziert solche Aktionen, Lehrer anderer Düsseldorfer Schulen mögen sich gern mit mir in Verbindung setzen 🙂

Bewahrung der Schöpfung in Nenzing

Nenzing

Networking macht Spaß und wirkt 🙂

Eben bekam ich eine Mail aus Nenzing in Vorarlberg, zwischen Feldkirch und Bludenz gelegen, für die, die sich auskennen 😉

Michaela Brötz hatte mich in ihrer gerade erschienenen Dezemberausgabe des Knauserers erwähnt und verlinkt, und so fand mich Harald Mark, der seit sechs Jahren die Arbeitsgruppe „Bewahrung der Schöpfung“ der Kirchengemeinde in Nenzing leitet. Die hat letztes Jahr zum 5-jährigen Bestehen eine Broschüre als pdf-Datei herausgegeben, die so viele allgemeingültige Tipps enthält, dass ich sie hier gern zum Download bereitstelle (2.4 MB).

Ausserdem hat die Arbeitsgruppe eine Nahversorgerliste November 2013 (pdf, 119 KB) veröffentlicht, die als Vorlage für eigene Listen dieser Art dienen mag.

Danke nach Nenzing für diese wunderbaren Inspirationen!
Es ist immer wieder schön zu erleben, dass die Zivilgesellschaft als Graswurzelbewegung überall fleissig dabei ist, die Fehlentwicklungen der letzten Jahrhunderte auszugleichen!

Gütekraftvortrag von Martin Arnold (englisch)

113_SunPod_Interview: Dr. Michael Kopatz – Energiewende als sozial-kulturelle Wende

Michael Kopatz

Letzte Woche habe ich den Sozialwissenschaftler Dr. Michael Kopatz vom Wuppertal Institut bei seinem Essener Vortrag zum Thema “Energiewende – was ist jetzt zu tun?” kennengelernt und mich dort mit ihm zu einem Interview verabredet, das wir dann zwei Tage später in Wuppertal aufgezeichnet haben.

Michael Kopatz geht davon aus, dass wir die Klimaziele nicht allein durch technische Innovationen erreichen, sondern ausserdem sozial-kulturelle Veränderungen brauchen, also deutliche Veränderungen im Lebensstil.
Eine Strategie dazu besteht z.B. darin, die gesetzlichen Rahmenbedingungen so zu entwickeln, dass die Bürger nachhaltiger handeln, ohne dass sie darüber entscheiden müssen, wie es beispielsweise mit der Standby-Verordnung geschehen ist, die nun bei elektrischen Geräten im Ruhezustand nur noch einen Stromverbrauch von 0,5 Watt erlaubt. Vorher hatten diese Geräte bis zu 80 Watt verbraucht.

Weitere Vorschläge gehen in Richtung Neubaubegrenzung, Tempolimit oder ökologischer Umbau der Landwirtschaft.
Ausserdem erfahren wir, warum die bisherigen technologischen Effizienzgewinne, die eine deutliche Verringerung unseres Ressourcenverbrauchs ermöglicht hätten, durch unser unsinniges und verantwortungsloses Verhalten komplett aufgefressen werden und welche Maßnahmen erforderlich wären, um den Wachstumszwang zu verringern.

Pflanzenschilder aus Schiefer

Baldrianschild

Irgendwo habe ich gelesen, dass weißer Edding auf Schiefer lichtecht sein soll. Ich hatte nun die Gelegenheit, ein paar Schieferplatten zu recyclen, und damit probiere ich es aus. Von einem Treffen der Bergischen Gartenarche in Wuppertal habe ich kürzlich eine Baldrianpflanze mitgebracht, die nun in meinem Garten still vor sich hin wächst und den ersten Anlass für ein neues Pflanzenschild geboten hat. Von allen Lösungen für solche Schilder gefällt mir diese Variante mit dem Schiefer am besten 🙂