114_SunPod_Interview: Wolfgang Stränz
Buschberghof / solidarische Landwirtschaft

Wolfgang Stäenz

Die solidarische Landwirtschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die bäuerliche Landwirtschaft zu erhalten bzw. wiederherzustellen und sie (im Unterschied zur zerstörerischen Industrielandwirtschaft) so zu betreiben, “wie sie betrieben werden muss”.

Die Geschichte der solidarischen Landwirtschaft in Deutschland begann 1988 in Fuhlenhagen bei Hamburg.
Wolfgang Stränz war dort 25 Jahre lang Schatzmeister der “Wirtschaftsgemeinschaft Buschberghof”, und nachdem er letzte Woche auf dem ersten “Regionaltag Solidarische Landwirtschaft” in Düsseldorf einen Vortrag gehalten hatte, hat er uns seine Zeit für dieses Interview geschenkt.

Wir lernen heute die Geschichte dieses zukunftsweisenden Projekts kennen, in dem Landwirtschaft in Freiheit ohne ökonomischen Zwang praktiziert wird, und verstehen, warum diese neue Form des Miteinanders von Erzeugern und Verbrauchern regen Zulauf erfährt.

Inzwischen gibt es nämlich 43 SoLaWi-Betriebe in Deutschland und ungefähr noch einmal so viele Initiativen, die in den Startlöchern stehen. Diese haben sich zum Netzwerk solidarische Landwirtschaft zusammengeschlossen, das wir ebenfalls gleich kennenlernen werden.

In den USA gibt es übrigens schon rund 1500 und in Frankreich gar 2000 solcher Gruppen. Das zeigt uns, welches Potential in dieser Form der verantwortungsvollen Landwirtschaft steckt.

Trichterkocher für Freiherr-vom-Stein-Realschule

Frh_v_Stein_Realschule

Heute habe ich mit der 7. Klasse der Düsseldorfer Freiherr-vom-Stein-Realschule im Rahmen des „Projekttages 2013 „Nachhaltigkeit““ 9 Trichterkocher gebaut, die morgen am Tag der offenen Tür dort ausgestellt werden.
Wie jedesmal bei solchen Projekten herrscht zwischendurch ein riesiges Durcheinander, und hinterher sind die Kocher fertig!

Das Umweltamt finanziert solche Aktionen, Lehrer anderer Düsseldorfer Schulen mögen sich gern mit mir in Verbindung setzen 🙂

Bewahrung der Schöpfung in Nenzing

Nenzing

Networking macht Spaß und wirkt 🙂

Eben bekam ich eine Mail aus Nenzing in Vorarlberg, zwischen Feldkirch und Bludenz gelegen, für die, die sich auskennen 😉

Michaela Brötz hatte mich in ihrer gerade erschienenen Dezemberausgabe des Knauserers erwähnt und verlinkt, und so fand mich Harald Mark, der seit sechs Jahren die Arbeitsgruppe „Bewahrung der Schöpfung“ der Kirchengemeinde in Nenzing leitet. Die hat letztes Jahr zum 5-jährigen Bestehen eine Broschüre als pdf-Datei herausgegeben, die so viele allgemeingültige Tipps enthält, dass ich sie hier gern zum Download bereitstelle (2.4 MB).

Ausserdem hat die Arbeitsgruppe eine Nahversorgerliste November 2013 (pdf, 119 KB) veröffentlicht, die als Vorlage für eigene Listen dieser Art dienen mag.

Danke nach Nenzing für diese wunderbaren Inspirationen!
Es ist immer wieder schön zu erleben, dass die Zivilgesellschaft als Graswurzelbewegung überall fleissig dabei ist, die Fehlentwicklungen der letzten Jahrhunderte auszugleichen!

Gütekraftvortrag von Martin Arnold (englisch)

113_SunPod_Interview: Dr. Michael Kopatz – Energiewende als sozial-kulturelle Wende

Michael Kopatz

Letzte Woche habe ich den Sozialwissenschaftler Dr. Michael Kopatz vom Wuppertal Institut bei seinem Essener Vortrag zum Thema “Energiewende – was ist jetzt zu tun?” kennengelernt und mich dort mit ihm zu einem Interview verabredet, das wir dann zwei Tage später in Wuppertal aufgezeichnet haben.

Michael Kopatz geht davon aus, dass wir die Klimaziele nicht allein durch technische Innovationen erreichen, sondern ausserdem sozial-kulturelle Veränderungen brauchen, also deutliche Veränderungen im Lebensstil.
Eine Strategie dazu besteht z.B. darin, die gesetzlichen Rahmenbedingungen so zu entwickeln, dass die Bürger nachhaltiger handeln, ohne dass sie darüber entscheiden müssen, wie es beispielsweise mit der Standby-Verordnung geschehen ist, die nun bei elektrischen Geräten im Ruhezustand nur noch einen Stromverbrauch von 0,5 Watt erlaubt. Vorher hatten diese Geräte bis zu 80 Watt verbraucht.

Weitere Vorschläge gehen in Richtung Neubaubegrenzung, Tempolimit oder ökologischer Umbau der Landwirtschaft.
Ausserdem erfahren wir, warum die bisherigen technologischen Effizienzgewinne, die eine deutliche Verringerung unseres Ressourcenverbrauchs ermöglicht hätten, durch unser unsinniges und verantwortungsloses Verhalten komplett aufgefressen werden und welche Maßnahmen erforderlich wären, um den Wachstumszwang zu verringern.

Pflanzenschilder aus Schiefer

Baldrianschild

Irgendwo habe ich gelesen, dass weißer Edding auf Schiefer lichtecht sein soll. Ich hatte nun die Gelegenheit, ein paar Schieferplatten zu recyclen, und damit probiere ich es aus. Von einem Treffen der Bergischen Gartenarche in Wuppertal habe ich kürzlich eine Baldrianpflanze mitgebracht, die nun in meinem Garten still vor sich hin wächst und den ersten Anlass für ein neues Pflanzenschild geboten hat. Von allen Lösungen für solche Schilder gefällt mir diese Variante mit dem Schiefer am besten 🙂

2nd Global Soil Week 2013: October 27 – 31

Im Moment findet die zweite globale Woche des Erdbodens statt.
Nach konservativen Schätzungen verlieren wir jährlich 24 Milliarden Tonnen Erde.
Dieses Video gibt einen guten Überblick über die Herausforderungen, die wir zu bewältigen haben und zeigt Auswege auf.

Lizenz: Creative Commons – Namensnennung
Director: Uli Henrik Streckenbach (uhsless.de)

Schöne Flammen im Garten

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Ich bin mir noch nicht sicher, ob das enorme Wachstum der Tomaten, Bohnen usw. in meinem Garten sich auf Agnihotra zuruckführen lässt, dass ich seit über zwei Monaten einigermaßen regelmäßig dort durchführe, aber unabhängig davon gibt es meistens auch sehr schöne Flammen 🙂

SoLawi/CSA erfolgreich geübt

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Die Düsseldorfer Transition Initiative arbeitet daran, die Lebensmittelversorgung für einige Mitglieder und interessierte Menschen aus dem Umfeld neu zu organisieren, und zwar im Sinne der „Solidarischen Landwirtschaft“, auch als „CSA – Community Supported Agriculture“ bekannt.

Um praktische Erfahrungen für die Weiterentwicklung unseres Konzepts zu sammeln, haben wir gestern ein erstes Mal von einem Biolandgärtner in Haan eine Ladung Biogemüse abgeholt und auf knapp 20 Kisten verteilt. Es sieht ganz nach einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten aus 🙂
Siehe dazu meine früheren Beiträge in diesem Blog.

Die Kartons stammen übrigens aus dem Supermarkt.

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Brennnesselsamen geerntet

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Brennnesseln sind ja in den letzten Jahren auch als Gemüse ziemlich in Mode gekommen, wobei ich mich allerdings mit dem Geschmack der gekochten Blätter nicht wirklich anfreunden kann. Da sind die Samen schon leckerer, und da ich jede Menge Brennnesseln im Garten stehen habe, die inzwischen reif sind, habe ich mit der Schere ganz viele Samenstände abgeschnitten. Die werden nun getrocknet und kommen im Winter als äußerst gesunde eisenhaltige Zugabe in Eintöpfe usw.

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