Archiv für Kategorie ‘Rezept’

Gelbe Tomaten-Linsensuppe

21. Juli 2010

Gestern gab’s Linsensuppe:

Gelbe Orient Linsen (von Davert)
eine gewürfelte Tomate
Kurkuma
Lorbeerblatt
gehackter frischer Ingwer
Chilipulver
Asafoetida (gibt’s im Bioladen oder indischen Lebensmittelladen)
Salz
Wasser
Zitronensaft

Alles bis auf den Zitronensaft ins Kochglas und ab in den Trichterkocher. Nach ein paar Stunden mit Spitzentemperaturen um die 150°C war die Suppe fertig. Noch etwas frisch gepressten Zitronensaft dazu, lecker :-)
Das Originalrezept aus dem Ayurvedakochbuch ist etwas umfangreicher und einige Zutaten müssen eigentlich angebraten werden, aber es ging auch so. Das Asafoetida ging leider etwas unter.

Ich hatte neben dem Trichterkocher, dessen obere Kante auf dem unteren Foto zu sehen ist, auch noch den Segelkocher, Typ “CookIt”, aufgebaut, den Gänsebräter hineingestellt und das Ganze mit transparenter Folie abgedeckt. In diesen Tagen bekomme ich so zuverlässig 5 Liter Wasser von ca. 60°C für’s Geschirrspülen.

Rote-Bete-Suppe aus dem Trichterkocher

9. März 2010

Heute schien wieder den ganzen Tag die Sonne, so dass ich einen ersten Kochversuch im Trichterkocher starten konnte.

Zutaten:
2 rote Bete, geraffelt
ein halber Apfel, in kleine Stücke geschnitten
1 Zwiebel, klein gewürfelt
2 Lorbeerblätter
Gemüsebrühe
3 EL Ahornsirup
1 EL Essig

Zusammen ergab das eine Masse von 890 g, was sich hinterher als zuviel herausgestellt hat. Die Hälfte wäre wohl besser gewesen.

Nach ca. 1 Stunde zeigte das Thermometer 100°C. Diese Temperatur hielt sich für ca. 3 Stunden. Danach stand die Sonne zu niedrig, so dass der Rand des Trichterkochers seinen Schatten ins Innere warf und die Temperatur auf ca. 50°C abfiel.

Die Rote-Bete- und Zwiebelstückchen waren noch ziemlich fest, zwar nicht mehr ganz roh, aber auch noch nicht gar, so dass ich die Suppe auf dem Herd zu Ende kochen musste.

Bei den herrschenden Verhältnissen war die Menge des Kochgutes einfach zu gross. Immerhin ist es Anfang März und die Aussentemperatur erreichte maximal 9°C.

Klütersupp aus Meck-Pomm

10. September 2009

Am Dienstag, dem letzten Tag meines Aufenthalts im Solarzentrum, schien heftigst die Sonne, so dass ich mit der Gruppe aus Varna ihren neuen Trichterkocher einweihen konnte und wir bei bis zu 120°C in 5 Stunden Pellkartoffeln gar bekamen. Allgemeine Begeisterung :-)
Ich hatte zum Ausprobieren diesmal ca. 1 cm hoch Wasser mit ins Glas gegeben, und erstaunlicherweise bildete sich kein Kondenswasser im Innern des Bratschlauchs, der das Kochglas als Treibhaus einhüllte. Möglicherweise waren die Kartoffeln auch schon früher gar, aber wir haben sie erst nach 5 Stunden herausgeholt. Sie kamen mir etwas weniger trocken vor als bei den früheren Kochversuchen ohne Wasser im Glas.

Am gleichen Tag kochte ich auf Empfehlung von der Steffi, der Küchenfee, im SK 14, also dem Parabolspiegelkocher, eine mecklenburgische “Klütersupp”, eine süße Pflaumensuppe mit Mehlklößchen. Leider habe ich davon kein Foto, aber ich habe das Rezept heute daheim nachgekocht und fotografiert.
Im Originalrezept werden die “Klüter” aus Weissmehl, Eiern und Vanillezucker angerührt und dann in den heissen, aus Zimt, Zucker, Pflaumen und Wasser gekochten Sud gegeben und noch kurz mitgekocht.
Ich habe heute das Weissmehl durch Dinkel-Vornkornmehl ersetzt und den Vanillezucker durch echte Vanille plus Rohrohrzucker. Dadurch werden die Klüter etwas dunkler, aber sie schmecken so mindestens genauso gut. Die Wildpflaumen, die wir in Wietow verwendet haben, waren allerdings besser geeignet, als die Backpflaumen, die ich heute gerade zur Verfügung hatte, weil sie nicht so zerkocht sind.

Wie ich hörte, gibt es Varianten dieses Rezepts, indem man die Pflaumen durch Sauerkirschen ersetzt, oder Birnen in Milch kocht.

Gefallene Äpfel aus dem SWK

26. August 2009

Die Fallobstsaison ist seit einiger Zeit eröffnet, und mein noch unidentifizierter Apfelbaum hat schon einige kleine Äpfel abgeworfen. Da sie sehr gut schmecken und sich ausserdem wieder ein sonniger Tag angekündigt hatte, habe ich die Gelegenheit genutzt, meinen Semi-Würfelkocher = SWK in den Garten zu tragen und dort auszuprobieren.
Kleingeschnittene Äpfel mit etwas Wasser, Zitronensaft und Zucker ins Glas in den Bratschlauch in den SWK, den Rest macht die Sonne. Es kamen zwar immer wieder Wolken, aber da ich den Kocher den ganzen Tag im Garten stehenlassen konnte, hat es doch irgendwie gereicht. Die Apfelstückchen sind jedenfalls gar geworden, aber nicht zerkocht.

Chili-Gurken-Chutney

16. Juli 2009

Heute habe ich das Verfahren, das ich an den letzten Tagen für die Heisswasserherstellung (Spitze: 90°C) angewandt habe, nämlich den Sonnensegelkocher mit transparenter Kunststofffolie komplett abzudecken, auf das Kochen angewandt. Ich habe ein Rezept, das ich kürzlich zunächst konventionell, also auf dem Herd, ausprobiert hatte, nach meinem Geschmack abgewandelt und im schwarzen Emailtopf im Solarkocher zubereitet. Der Topf stand von 14 bis 18 Uhr im Kocher, ohne dass ich diesen der Sonne nachgeführt hätte. Nach etwa 30 Minuten konnte ich 85°C ablesen, und am Ende, als ich wieder nach Hause kam und neugierig auf das Ergebnis war, zeigte das Thermometer im Kocher immer noch 70°C. Das Chili-Gurken-Chutney ist köstlich geworden, und ich ließ es mir zu frisch geräucherter Forelle auf Fladenbrot schmecken  :-)

Das Rezept:

400 g frische Gewürzgurken
100 g Schalotten
100 ml weisser Balsamicoessig
100 g Zucker
1 TL Salz
1 EL Senfkörner
ein Stück, ca. 4 cm lang, frischer Ingwer, geraspelt
3 getrocknete Chocolate Habaneros (Chilis), in Streifen geschnitten
1/4 Bund Dill, gewiegt

Die Gurken werden geschält, der Länge nach halbiert, mit einem Löffel ausgekratzt und in Scheiben geschnitten. Alle Zutaten kommen gemeinsam in den Kochtopf, werden gut umgerührt und dann in den Solarkocher gestellt.

Dass die Garzeit ca. 4 Stunden betrug, war eher zufällig, weil ich einfach nach dieser Zeit wieder zu Hause war. Möglicherweise war das Chutney auch schon früher gar. Jedenfalls sind die Gurkenstücke immer noch schön knackig.

Die Stärke dieses Kochertyps ist ganz klar, dass ich ihn stundenlang unbeaufsichtigt lassen kann, und dass es wegen des flachen Bodens einfach ist, auch zwei Töpfe nebeneinander zu stellen. Ich hatte nämlich in einem zweiten Kochtopf Wasser heiss gemacht, mit dem ich mir dann Tee aufgebrüht habe. Das untere Bild zeigt den Aufbau.

Solares Lagerfeuer im Garten

3. Mai 2009

Gestern habe ich im Garten den Trichterkocher aufgebaut und ähnlich wie beim Tag der Erde aus Wildkirschenstämmen eine Halterung für das Kochglas darübergestellt.
Ich hatte Möhren, Kartoffeln und Zwiebeln zusammen mit einer halben Tasse Gemüsebrühe über Mittag in den Kocher gehängt, zusammen etwas über 600 g. Die Temperatur stieg bis auf 140°C, und nach ca. 2 Stunden bildeten sich auf der Innenseite des Bratschlauchs, der das Einmachglas umschloss, dicke Kondenswassertropfen. Nach insgesamt 2 ½ Stunden war das Essen fertig. Ich füllte den Inhalt des Glases in eine Schüssel, zerdrückte ihn mit einem Kartoffelstampfer und rührte noch ein Stück Butter und eine Prise Chilipulver darunter. Köstlich!

Rhabarberkompott aus dem Trichterkocher

27. April 2009


Hier noch ein Bild vom Rhabarberkompott, das ich gestern beim “Tag der Erde” im Trichterkocher hergestellt habe.
Zutaten: Rhabarber, Zucker, Vanille, Wasser

Pak Choi

28. September 2008

Mein Bio-Bauer auf dem Wochenmarkt hatte gestern Pak Choi im Angebot, den ich bisher nur von Fotos kannte. Und weil heute zur Abwechslung den ganzen Tag die Sonne schien, war das die Gelegenheit, den Trichterkocher zu entstauben. Die Spitzentemperatur betrug heute im Kocher 110°C.

Vom Pak Choi habe ich drei Blätter abgebrochen, gewaschen und kleingeschnitten und mit
Sesamöl
1 Zwiebel
frischem Ingwer
1 Schote Fresno Fluo = roter Chili, fein gehackt
etwas Sojasauce
vermischt und für ca. 4 Stunden in den Kocher gestellt.
Dazu könnte ich mir Reis oder einfach eine Scheibe frisches Brot vorstellen. Klein gewürfelter marinierter Tofu dürfte auch damit harmonieren. Köstlich.

Es ist nun schon deutlich spürbar, dass die Sonne nicht mehr so hoch über den Horizont steigt und weniger Kraft hat.