Archiv für Kategorie ‘Rezept’

Topinambur-Chips

17. Februar 2017

Kürzlich bekam ich im Ökotop den Tipp, auf der Heizung Topinambur-Chips zu trocknen. Ich habe es ausprobiert, Topinambur mit der Gemüsereibe in feine Scheiben geschnitten und auf Küchenkrepp auf einem Heizkörper getrocknet. Nach zwei Tagen sahen die Chips, man sollte eher „Flocken“ sagen, aus, wie auf dem oberen Bild zu sehen ist.
Heute habe ich dann eine etwas größere Topinamburknolle filmdünn geschnitten und die Scheiben zusätzlich mit Chilipulver und Salz bestreut.

Wenn die Verfügbarkeit der Knollen und das schöne Wetter in unseren Breiten nicht so sehr entkoppelt wären, wäre das sicher auch ein Projekt für Solartrockner.
Aber immerhin ist der Heizkörper ohnehin warm, so dass das Trocknen keine zusätzliche Energie kostet.

Topinambur

16. Januar 2012

Topinambur

Gestern habe ich die größteTopinamburpflanze (Helianthus tuberosus) im Garten, etwa 3 m hoch, ausgegraben. Aus der einen Knolle, die ich letztes Jahr im Bioladen gekauft hatte, sind geschätzte zwei Kilogramm geworden, alle schön knackig und prall. Ich habe die Hälfte mitgenommen, ein paar Knollen verschenkt, und den Rest in Sand eingemietet.
Zu Hause habe ich einen Salat zubereitet:
Ein paar Knollen geschält und gewaschen und dann fein geraspelt, ebenso einen Apfel. Eine kleine Zwiebel fein geschnitten. Ein paar getrocknete Datteln fein gewürfelt, ein paar gehackte Walnüsse, Pfeffer, Salz, Zitronensaft, Olivenöl, Ahornsirup.
Alles gut vermischt, lecker 🙂

Diese Topinambursorte ist im Geschmack wesentlich angenehmer als eine andere, die ich auch ausprobiert hatte, die aber etwas muffig schmeckte. Es lohnt sich also, mit verschiedenen Sorten zu experimentieren!

Topinambur

Ein scharfes Neues Jahr 2012!

1. Januar 2012

Kimchi

Letzte Woche habe ich mein erstes Kimchi mit Chinakohl aus eigener Ernte angesetzt, und nun ist es fertig!
Das Rezept habe ich vor ein paar Jahren von Freunden bekommen, die es wiederum von einer Freundin aus Korea erhalten hatten. Dort ist es ein Nationalgericht.
Ich habe mit der Zeit das Rezept meinem Geschmack angepasst, und so habe ich es gemacht:

2 Köpfe Chinakohl (viel kleiner als im Handel!)
1 Knolle Knoblauch
1 großes Stück Ingwer
6 Zwiebeln
Chilipulver (von Brecht: Cayenne)
Paprikapulver, süß (auch von Brecht)
Salz

Der Chinakohl wird geputzt und in kleine Stücke geschnitten. Lagenweise wird er in einer großen Schüssel mit viel Salz bestreut und über Nacht stehen gelassen. Dabei wird den Zellen Wasser entzogen und der Kohl sieht am nächsten Tag angewelkt aus. Nun wird mit mehrfachem Wasserwechsel das Salz herausgewaschen und die zerkleinerten Blätter werden ausgedrückt.
In einer luftdicht schließenden Kunststoffdose (Gefrierdose) wird der Chinakohl nun in mehreren dünnen Schichten mit den zerkleinerten restlichen Zutaten bestreut, bis alles aufgebraucht ist. (Zwiebeln hauchdünn in Scheiben geschnitten, Ingwer in winzigste Würfel, Knoblauch gepresst). In jede Lage kommen Chilipulver, Paprikapulver und etwas Salz.
Deckel drauf, bei Raumtemperatur etwa 5 Tage stehen lassen (Milchsäuregärung), essen. Die Koreaner reichen Reis dazu, ich finde aber auch Bratkartoffeln ganz passend!
Abgesehen von der enormen Knoblauchfahne, die man sich damit einhandelt, ist der einzige Nachteil von Kimchi, dass es süchtig macht 😉

Die Kaninchen haben es übrigens geschafft, meine Umzäunung zu überwinden. Wenn erst mal Schnee liegt, werde ich die Stelle wohl finden. Bis dahin habe ich meinen Chinakohl erst mal mit einem Drahtgitter abgedeckt:

Chinakohl

Spitzkohl aus dem Boxkocher

9. November 2011

Spitzkohl

Der erste Kohlkopf meiner ersten Spitzkohlsaison im Garten sah sehr verlockend aus, und weil heute auch noch einmal so schön die Sonne schien, habe ich ausprobiert, ob ich den im Solarkocher garen könnte. Im Prinzip hat es gut geklappt, aber wegen der hohen Häuser ringsumher (5 Stockwerke) war die Sonnenscheindauer auf dem Hof zu kurz, so dass der Kohl noch ziemlich al dente war. Ich habe ihn dann auf dem Herd zu Ende gegart, ebenso wie die Pellkartoffeln. Den Kohl habe ich kleingeschnitten, mit etwas Wasser und Öl, Chilipulver und Salz in den Kochtopf gefüllt und später noch etwas Sahne, kleingehackten Knoblauch und Gemüsebrühe untergerührt. Sehr lecker!

Spitzkohl

Preparing Stuffed Zucchinis with an Electric Drill

2. November 2011

Dieses Rezept kann ich mir auch gut im Boxkocher vorstellen.

Kürbissuppe aus dem Boxkocher

29. September 2011

Kürbissuppe

Das schöne Herbstwetter lud mich heute ein, im Boxkocher eine Kürbissuppe zu kochen:
1/4 Hokkaido-Kürbis, gewürfelt,
1 große Möhre, in Stifte geschnitten,
1 Dose Kokosmilch
1/2 Dose Wasser
Currypulver
Chilipulver
frischer Ingwer, fein gewürfelt
3 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
Salz

Das ganze in den Boxkocher. Ich war dann zwischen 10.30 Uhr und ca. 13 Uhr unterwegs, und als ich danach in den Kocher schaute, stand das Thermometer auf 100° und die Suppe war fertig. Vermutlich schon eine halbe Stunde früher, aber wie wir wissen, kann im Boxkocher ja nichts anbrennen 🙂
Mit einem Parabolspiegelkocher hätte ich in Abwesenheit nichts kochen können. Diese Vorgehensweise erlaubt nur der Boxkocher.

Vorher sah die Suppe in spe so aus:

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Köstlicher Haferbrei

13. September 2011

Haferbrei

Ich bin ja so froh, dass die Sonne letzte Woche ihr Antlitz hinter grauen Wolken verbarg und mich so auf die Idee brachte, den solaren Boxkocher als klassische Kochkiste zu benutzen!
Heute morgen habe ich mir einen göttlichen Haferbrei zubereitet, den es bei mir mindestens einmal pro Woche gibt. Er hat mit dem Haferschleim, mit dem unschuldige Kinder gequält werden, kaum etwas gemein. Am Vorabend weiche ich eine handvoll Mandeln in Wasser ein, morgens werden ein paar Rosinen in heissem Wasser gewaschen und ebenfalls kurz eingeweicht. In den Kochtopf kommen die großen (!) Haferflocken mit den Mandeln, Rosinen, etwas frischem Ingwer, ein wenig Zimt und Wasser. Das ganze habe ich etwa 10 Minuten gekocht und dann mit geschlossenem Deckel auf einem Holzbrettchen als Untersetzer in den Boxkocher gestellt. Deckel zu, eine halbe Stunde warten, dann etwas Sahne und Brombeerkompott darüber, lecker!!!
Die ursprüngliche Anregung kam aus dem Buch „Kraftsuppen nach der Chinesischen Heilkunde“, und ich habe das Rezept dann meinem Geschmack angepasst. Ich muss morgens nicht immer nur Brot oder Brötchen essen!

im Boxkocher

Wo sind die Möbeldesigner, die die Kochkiste zeitgemäß für die Lohas und sonstwie an Resilienz Interessierten neu erfinden, modular, stylish, cool?

Gelbe Tomaten-Linsensuppe

21. Juli 2010

Gestern gab’s Linsensuppe:

Gelbe Orient Linsen (von Davert)
eine gewürfelte Tomate
Kurkuma
Lorbeerblatt
gehackter frischer Ingwer
Chilipulver
Asafoetida (gibt’s im Bioladen oder indischen Lebensmittelladen)
Salz
Wasser
Zitronensaft

Alles bis auf den Zitronensaft ins Kochglas und ab in den Trichterkocher. Nach ein paar Stunden mit Spitzentemperaturen um die 150°C war die Suppe fertig. Noch etwas frisch gepressten Zitronensaft dazu, lecker 🙂
Das Originalrezept aus dem Ayurvedakochbuch ist etwas umfangreicher und einige Zutaten müssen eigentlich angebraten werden, aber es ging auch so. Das Asafoetida ging leider etwas unter.

Ich hatte neben dem Trichterkocher, dessen obere Kante auf dem unteren Foto zu sehen ist, auch noch den Segelkocher, Typ „CookIt“, aufgebaut, den Gänsebräter hineingestellt und das Ganze mit transparenter Folie abgedeckt. In diesen Tagen bekomme ich so zuverlässig 5 Liter Wasser von ca. 60°C für’s Geschirrspülen.

Rote-Bete-Suppe aus dem Trichterkocher

9. März 2010

Heute schien wieder den ganzen Tag die Sonne, so dass ich einen ersten Kochversuch im Trichterkocher starten konnte.

Zutaten:
2 rote Bete, geraffelt
ein halber Apfel, in kleine Stücke geschnitten
1 Zwiebel, klein gewürfelt
2 Lorbeerblätter
Gemüsebrühe
3 EL Ahornsirup
1 EL Essig

Zusammen ergab das eine Masse von 890 g, was sich hinterher als zuviel herausgestellt hat. Die Hälfte wäre wohl besser gewesen.

Nach ca. 1 Stunde zeigte das Thermometer 100°C. Diese Temperatur hielt sich für ca. 3 Stunden. Danach stand die Sonne zu niedrig, so dass der Rand des Trichterkochers seinen Schatten ins Innere warf und die Temperatur auf ca. 50°C abfiel.

Die Rote-Bete- und Zwiebelstückchen waren noch ziemlich fest, zwar nicht mehr ganz roh, aber auch noch nicht gar, so dass ich die Suppe auf dem Herd zu Ende kochen musste.

Bei den herrschenden Verhältnissen war die Menge des Kochgutes einfach zu gross. Immerhin ist es Anfang März und die Aussentemperatur erreichte maximal 9°C.

Klütersupp aus Meck-Pomm

10. September 2009

Am Dienstag, dem letzten Tag meines Aufenthalts im Solarzentrum, schien heftigst die Sonne, so dass ich mit der Gruppe aus Varna ihren neuen Trichterkocher einweihen konnte und wir bei bis zu 120°C in 5 Stunden Pellkartoffeln gar bekamen. Allgemeine Begeisterung 🙂
Ich hatte zum Ausprobieren diesmal ca. 1 cm hoch Wasser mit ins Glas gegeben, und erstaunlicherweise bildete sich kein Kondenswasser im Innern des Bratschlauchs, der das Kochglas als Treibhaus einhüllte. Möglicherweise waren die Kartoffeln auch schon früher gar, aber wir haben sie erst nach 5 Stunden herausgeholt. Sie kamen mir etwas weniger trocken vor als bei den früheren Kochversuchen ohne Wasser im Glas.

Am gleichen Tag kochte ich auf Empfehlung von der Steffi, der Küchenfee, im SK 14, also dem Parabolspiegelkocher, eine mecklenburgische „Klütersupp“, eine süße Pflaumensuppe mit Mehlklößchen. Leider habe ich davon kein Foto, aber ich habe das Rezept heute daheim nachgekocht und fotografiert.
Im Originalrezept werden die „Klüter“ aus Weissmehl, Eiern und Vanillezucker angerührt und dann in den heissen, aus Zimt, Zucker, Pflaumen und Wasser gekochten Sud gegeben und noch kurz mitgekocht.
Ich habe heute das Weissmehl durch Dinkel-Vornkornmehl ersetzt und den Vanillezucker durch echte Vanille plus Rohrohrzucker. Dadurch werden die Klüter etwas dunkler, aber sie schmecken so mindestens genauso gut. Die Wildpflaumen, die wir in Wietow verwendet haben, waren allerdings besser geeignet, als die Backpflaumen, die ich heute gerade zur Verfügung hatte, weil sie nicht so zerkocht sind.

Wie ich hörte, gibt es Varianten dieses Rezepts, indem man die Pflaumen durch Sauerkirschen ersetzt, oder Birnen in Milch kocht.