Archiv für Kategorie ‘Bücher’

Buchtipp:
Pflanzliche Urtinkturen
Wesen und Anwendung

13. Juli 2015

Pflanzliche Urtinkturen

Als ich Ende April Ursula Stratmann besucht habe, um mit ihr ein Interview für SunPod über ihre Wildkräuterwanderungen im Ruhrgebiet aufzuzeichnen, empfahl sie mir dieses Buch, das mich vom ersten Augenblick an begeistert hat.

Das Autorenpaar beschreibt nicht nur die „klassischen“ Eigenschaften und Anwendungen von 48 der bekanntesten Heilkräuter wie Kamille, Salbei, Brennnessel usw., die sich von den Inhaltsstoffen ableiten, sondern darüber hinaus beschreiben sie das „Wesen“ der Pflanzen.

Zitat: „Das Wesen ist der verborgene Grund, der verborgene Sinn. Es ist die Kraft, die hinter der Erscheinung liegt.“ und an anderer Stelle: „Es ist die Bestimmung, der verborgene Sinn einer Heilpflanze, einen Gegenpol zum kranken Menschen (oder Tier) zu schaffen und damit wieder ein Gleichgewicht anzustreben. Die Pflanze sucht also die Krankheit und findet ihre höchste Bestimmung darin, wenn sie als Heilmittel Verwendung findet.“

Ich kannte ja schon die Empfehlung, im Garten darauf zu achten, welche Pflanzen dort plötzlich wachsen, die früher nicht da waren, und die mich „gesucht“ haben könnten, um mich bei persönlichen Transformationsprozessen – körperlich, geistig oder seelisch – zu unterstützen, aber dass ein Ehepaar dieses Thema schon seit Jahrzehnten erforscht und eine Firma gegründet hat, um dieses Wissen und diese Wirkungen in die Welt zu tragen (Ceres Heilmittel), das war wie eine Offenbarung für mich!
Ich finde das Buch gut lesbar, schön gestaltet und alltagstauglich, und deshalb habe ich es auch schon ein paarmal verschenkt. Und ich habe damit begonnen, den Grundstock für meine eigene Hausapotheke zu legen 🙂

Hier zwei praktische Beispiele aus den letzten Tagen, wir sehen die frischen blühenden Kräuter vor dem Zerkleinern:

Johanniskraut:
„Lichtassimilation, Nervenkraft, Stabilität“

150712_Johanniskraut

und Kapuzinerkresse:
„Durchwärmung des Wässrigen, und Lichtdurchdringung
des Feuchten und Dunkeln“

150712_Kapuzinerkresse

Dicke Bohnen, Winterheckenzwiebel und Beinwell

25. März 2012

Dicke Bohnen

Die Dicken Bohnen, die ich im Februar in die Erde gesteckt hatte, haben sich prächtig entwickelt. Ich hatte immer drei Bohnen zusammen in ein Loch gelegt, die fast alle aufgegangen sind. Heute ist nach Maria Thun ein Fruchttag, eine gute Gelegenheit, die Pflänzchen zu vereinzeln.

Winterheckenzwiebel

Die Winterheckenzwiebel hat den Frost gut überstanden und wächst und gedeiht. Superscharf! Ich hatte die Pflanze auf der Herbst-Tauschbörse der Bergischen Gartenarche gefunden und im Oktober eingepflanzt.

Beinwell

Der Beinwell hat für dieses Jahr wieder viel vor und sprießt an vielen Stellen im Garten. Ein Segen!

Köstlicher Haferbrei

13. September 2011

Haferbrei

Ich bin ja so froh, dass die Sonne letzte Woche ihr Antlitz hinter grauen Wolken verbarg und mich so auf die Idee brachte, den solaren Boxkocher als klassische Kochkiste zu benutzen!
Heute morgen habe ich mir einen göttlichen Haferbrei zubereitet, den es bei mir mindestens einmal pro Woche gibt. Er hat mit dem Haferschleim, mit dem unschuldige Kinder gequält werden, kaum etwas gemein. Am Vorabend weiche ich eine handvoll Mandeln in Wasser ein, morgens werden ein paar Rosinen in heissem Wasser gewaschen und ebenfalls kurz eingeweicht. In den Kochtopf kommen die großen (!) Haferflocken mit den Mandeln, Rosinen, etwas frischem Ingwer, ein wenig Zimt und Wasser. Das ganze habe ich etwa 10 Minuten gekocht und dann mit geschlossenem Deckel auf einem Holzbrettchen als Untersetzer in den Boxkocher gestellt. Deckel zu, eine halbe Stunde warten, dann etwas Sahne und Brombeerkompott darüber, lecker!!!
Die ursprüngliche Anregung kam aus dem Buch „Kraftsuppen nach der Chinesischen Heilkunde“, und ich habe das Rezept dann meinem Geschmack angepasst. Ich muss morgens nicht immer nur Brot oder Brötchen essen!

im Boxkocher

Wo sind die Möbeldesigner, die die Kochkiste zeitgemäß für die Lohas und sonstwie an Resilienz Interessierten neu erfinden, modular, stylish, cool?

Lesetipp: Die Vielfalt alter Salatsorten

21. Juli 2011

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167 Seiten über alte Salatsorten finden wir in der pdf-Datei „Die Vielfalt alter Salatsorten – eine Dokumentation“ (11 MB), die von der Website des BMELV heruntergeladen werden kann. Zitat aus dem Vorwort:
„Am Beispiel der Modellpflanze Salat (Lactuca sativa L.) wurden die Anbau- und Vermarktungseignung alter Sorten aus Genbankbeständen geprüft. In einem Freilandversuch an der HUB wurden 57 alte Sorten zunächst auf ihre Anbaueignung geprüft. Gartenbaubetriebe testeten dann in einem Pilotanbau die Vermarktungseignung von 23 Sorten im regionalen Rahmen. Dies wurde vom VERN koordiniert. Das Ziel war, eine Gebrauchssammlung von Saatgut alter Salatsorten zusammen zu stellen, die über das aktuelle VERN-Compendium verfügbar ist. Es zeigte sich, dass einige Sorten für den extensiven Gartenbau zur regionalen Vermarktung geeignet sind und ein breiteres Sortiment von Raritäten im privaten Garten genutzt werden kann. Ein weiteres wesentliches Ziel des Projektes war die Förderung der Nutzungsvielfalt – etwa Salat gekocht zuzubereiten – und das Bekanntmachen seltener Varietäten wie zum Beispiel den Stängelsalat.“

Buchtipp: Essbare Wildpflanzen

13. Juli 2011

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Kürzlich im Westerwald wurde mir dieses nützliche Buch empfohlen, mit dessen Hilfe ich bei mir im Garten schon einiges „Gemüse“ entdeckt habe, das ich bisher nicht als solches wahrgenommen hatte, beispielsweise den Weissen Gänsefuss für Salat oder die Weisse Taubnessel, deren Samen man im Winter zur Sprossenzucht verwenden kann. Die Blätter kann man ähnlich wie Spinat kochen. Solche und andere Tipps findet man zu insgesamt 200 Arten. Die Website dazu: www.essbare-wildpflanzen.de

Steffen G. Fleischhauer
Jürgen Guthmann
Roland Spiegelberger
Essbare Wildpflanzen: 200 Arten bestimmen und verwenden
EUR 17,90
Broschiert: 247 Seiten
AT Verlag; Auflage: 5., Aufl. (1. Mai 2007)
ISBN-10: 9783038003359

Über den vielfach höheren Mineralstoff- und Vitamingehalt der Wildpflanzen im Vergleich mit unseren vertrauten Salaten und Gemüsearten findet man bei www.tier-im-fokus.ch hilfreiche Angaben.
Gänseblümchen enthalten beispielsweise mehr als sechsmal so viel Vitamin C wie Kopfsalat.

Post-Oil City – Die Stadt von morgen

11. April 2011

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In der Reihe „politische ökologie, Zeitschrift für Querdenker und Vordenkerinnen“ des oekom-Verlages ist aktuell die Ausgabe „Post-Oil City – Die Stadt von morgen“ erschienen.
Darin steht ein lesenswerter Artikel von Gerd Wessling über die Transition Bewegung. Wie berichtet hatte ich Gerds Transitiongruppe kürzlich in Bielefeld besucht und übrigens bei der Gelegenheit zum gleichen Thema für SunPod interviewt. Das Interview veröffentlichen wir bald, den Artikel gibt es schon jetzt als pdf-Datei. Das Urheberrecht hierzu liegt beim oekom-Verlag.

Buchtipp: Kochen mit der Sonne

5. Februar 2009

Seit heute bin ich glücklicher Besitzer des noch recht neuen (September 2008) Buchs von Rolf Behringer und Michael Götz. Es gibt einen sehr guten Überblick über Boxkocher und Parabolspiegel, enthält viele Fotos, Kochrezepte und eine Bauanleitung für einen ULOG-Boxkocher.
Sehr empfehlenswert 🙂

Aus dem Klappentext:
„Solarkocher bieten auch bei uns an 100 bis 150 Tagen im Jahr die Möglichkeit, umweltfreundlich zu kochen und zu backen. Die Speisen schmecken besser, weil sie langsamer und schonender gegart werden, sie sind deshalb auch nährstoff- und vitaminreicher als konventionell gekochtes Essen. … Tipps aus der Praxis und viele erprobte Koch- und Backrezepte für feine aber unkomplizierte Mahlzeiten unter freiem Himmel.“

Man kann das Buch gleich bei Rolf Behringer bestellen und seine segensreiche Arbeit so etwas besser unterstützen als beim Kauf im Buchhandel!

ökobuch Verlag; Staufen bei Freiburg
Auflage: 1. Auflage. (September 2008)
ISBN-13: 978-3936896398
EUR 13,95

Nachtrag September 2011: meinen Boxkocher habe ich nach dem Bauplan in diesem Buch gebaut.