Aufruf von Vandana Shiva:
14 Tage Saatgutfreiheit

Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises, Dr. Vandana Shiva, hat alle Menschen aufgerufen, in der Zeit vom 2.10.2012 (Gandhi`s Geburtstag) bis zum 16.10.2012 (Welternährungstag) phantasievolle Aktionen zu planen, um der Zivilgesellschaft und den Regierungen der Welt die Bedeutung der Saatgutproblematik ins Bewusstsein zu bringen.
Ich plane innerhalb dieser Zeit für Düsseldorf als Aktion der Transition Initiative eine Tauschbörse für samenfestes Saatgut, Zwiebeln, Ableger usw.
Wer sich beteiligen will, ist herzlich eingeladen 🙂

069_SunPod_Interview:
Dr. Dieter Oswald † – Urkorn Tirol

Dr. Dieter Oswald

Unsere aktuelle SunPod-Episode ist ein Nachruf.

Bei meiner Tirolreise Anfang Mai 2012 hatte ich das Glück, den monatlichen Stammtisch des Netzwerks Urkorn Tirol besuchen zu können, in dem alte samenfeste Gemüsesorten für den privaten Verbrauch vermehrt und im Freundeskreis weitergegeben werden.

Ich bin froh und dankbar, dass ich bei dieser Gelegenheit Dr. Dieter Oswald kennenlernen durfte und einem Impuls gefolgt bin, ihn um ein Interview zu bitten.

Letzte Woche erreichte mich nun die Nachricht, dass Dr. Oswald Ende Mai überraschend verstorben ist, und so ist unserem Gespräch auf einmal die Rolle zugefallen, uns Nachfolgende zum letzten Mal an seinem großen Wissen teilhaben zu lassen.

Für das Foto danke ich Eckhard Emde von autark-werden.at

SunPod-Interview:
Kathi Hentzschel / Bergische Gartenarche

Kathi Hentzschel

Am 3.10.2011 traf ich Kathi Hentzschel, eine der Mitgründerinnen der Bergischen Gartenarche, anläßlich der Herbsttauschbörse auf einem Schulhof in Radevormwald. In unserem Gespräch erfahren wir etwas über die Entstehungsgeschichte der Gruppe, die aktuelle Arbeit, bei der es um die Erhaltung alter Bergischer Gemüsesorten und Zierpflanzen geht, und lernen auch noch einige einheimische Exoten kennen.

SunPod-Interview: Pat Mooney

Pat Mooney

Heute habe ich mein viertes Interview von der schon mehrfach erwähnten “64th Annual United Nations Conference for Non-Governmental Organizations” in Bonn veröffentlicht, das ich am 4.9.2011 aufgezeichnet habe.
Der Kanadier Pat Mooney hat 1985 den Alternativen Nobelpreis erhalten, weil er sich ähnlich wie Vandana Shiva für die Erhaltung der Saatgutvielfalt eingesetzt und als erster auf den Zusammenhang zwischen Saatgutmultis und Welthunger aufmerksam gemacht hat.
Auch heute widmet er noch 50% seiner Zeit der Saatgutthematik, hat aber sein Themenspektrum auf synthetische Biologie, Nanotechnologie und Geo-Engineering ausgeweitet, das er mit seiner ETC-Group im Auge behält.
Das Interview wurde auf englisch geführt, wir haben es aber mit einer deutschen Übersetzung versehen. Hier geht’s zum Interview.
Die englische Fassung des Interviews stellen wir hier zusätzlich bereit.

Dicke Bohnen-Saatgut

110711_DickeBohnen

Gestern fand ich die letzte Woche noch grünen Schoten meines ersten Dicke Bohnen-Jahrgangs braun bis schwarz verfärbt vor, was, wie mir gesagt wurde, das Zeichen dafür ist, dass ich sie ernten und trocknen kann, um Saatgut für das nächste Jahr zu haben. Ich hatte sämtliche Pflanzen stehen gelassen, um im ersten Jahr aus wenigen Bohnenkernen in der Zukunft möglichst viele zu machen. Schließlich ist die Sorte „Felix“, von denen mir ein freundlicher Ökotop-Nachbar eine Hand voll überlassen hatte, seit Jahren nicht mehr im Handel, aber optimal an den Standort angepasst.

Zwei neue Saatgutlinks

Das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben verfügt mit der Bundeszentralen ex situ-Genbank über eine einzigartige Sammlung pflanzengenetischer Ressourcen aus etwa 2.700 botanischen Arten und knapp 800 verschiedenen Gattungen. Der Gesamtbestand beträgt gegenwärtig etwa 147.000 Kulturpflanzenmuster. Und davon kann man sich gratis Proben in Kleinstmengen bestellen.

Der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e. V. (VEN) hat sich die Suche nach alten, heute nicht mehr angebauten Nutzpflanzenarten, deren Rekultivierung, Vermehrung und Weiterentwicklung verschrieben.
Dort kann man aus einer reichen Auswahl an weiter vermehrbaren Sorten wählen und Samen zu moderaten Preisen bestellen.

Beide Websites bzw. die betreffenden Einrichtungen gehören zur Oberliga, auch wenn sie im Unterschied zu Bingenheimer und Dreschflegel nicht ausschließlich Biosaatgut anbieten. Aber da es sich ja in beiden Fällen um lebendiges, vermehrbares Saatgut handelt (wieso gibt es eigentlich auch anderes?), hat man nach ein paar Jahren sein Biosaatgut.