Beiträge mit dem Tag ‘CSA’

150 SunPod-Interview
Dr. agr. Christine Rüther – SoLawi Kassel

11. Januar 2015

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Hier geht’s zum Interview

Die UNO und die FAO haben das Jahr 2015 zum “Internationalen Jahr der Bodens” erklärt, und wir werden uns in diesem Jahr mit unseren Interviews immer wieder darauf beziehen.
Während die industrielle Landwirtschaft die Böden immer mehr zerstört und vergiftet, bietet allein die kleinbäuerliche Landwirtschaft die Gewähr, unsere Ernährungsgrundlage dauerhaft zu schützen und zu pflegen.

Wie so etwas praktisch gelingt, hat mir vergangene Woche die promovierte Agraringenieurin Christine Rüther erzählt. Sie arbeitet seit rund sechs Jahren bei der SoLawi (= “solidarische Landwirtschaft”) Kassel mit. In zwei Bioland-zertifizierten Gärtnereien in Escherode und in Niederkaufungen wird für über 200 Menschen nachhaltig Gemüse angebaut, wobei in Escherode drei Thüringer Kaltblutpferde den Pflug und den Anhänger ziehen, eine Arbeitsweise, die im Unterschied zu Traktoren den Boden schont.

Unser Interview ergänzt sehr schön unsere SunPod-Ausgabe 114 mit Wolfgang Stränz, der damals den Buschberghof vorgestellt hatte, und wenn man sich beide Episoden anhört, bekommt man ein gutes Gefühl für das Gemeinsame und das jeweils Spezifische dieser beiden SoLawis.

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114_SunPod_Interview: Wolfgang Stränz
Buschberghof / solidarische Landwirtschaft

8. Dezember 2013

Wolfgang Stäenz

Die solidarische Landwirtschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die bäuerliche Landwirtschaft zu erhalten bzw. wiederherzustellen und sie (im Unterschied zur zerstörerischen Industrielandwirtschaft) so zu betreiben, “wie sie betrieben werden muss”.

Die Geschichte der solidarischen Landwirtschaft in Deutschland begann 1988 in Fuhlenhagen bei Hamburg.
Wolfgang Stränz war dort 25 Jahre lang Schatzmeister der “Wirtschaftsgemeinschaft Buschberghof”, und nachdem er letzte Woche auf dem ersten “Regionaltag Solidarische Landwirtschaft” in Düsseldorf einen Vortrag gehalten hatte, hat er uns seine Zeit für dieses Interview geschenkt.

Wir lernen heute die Geschichte dieses zukunftsweisenden Projekts kennen, in dem Landwirtschaft in Freiheit ohne ökonomischen Zwang praktiziert wird, und verstehen, warum diese neue Form des Miteinanders von Erzeugern und Verbrauchern regen Zulauf erfährt.

Inzwischen gibt es nämlich 43 SoLaWi-Betriebe in Deutschland und ungefähr noch einmal so viele Initiativen, die in den Startlöchern stehen. Diese haben sich zum Netzwerk solidarische Landwirtschaft zusammengeschlossen, das wir ebenfalls gleich kennenlernen werden.

In den USA gibt es übrigens schon rund 1500 und in Frankreich gar 2000 solcher Gruppen. Das zeigt uns, welches Potential in dieser Form der verantwortungsvollen Landwirtschaft steckt.

CSA – Buschberghof in Fuhlenhagen

5. August 2013

Unsere Transition-Initiative bereitet etwas Ähnliches, also eine CSA/SoLawi (Solidarische Landwirtschaft) für Düsseldorf vor, allerdings ein paar Nummern kleiner. Im November wird es ein erstes Treffen in Form eines Workshops in Haan geben. Weitere Infos folgen.

Video über Transition Town Witzenhausen

18. Februar 2012

Witzenhausen CSA-Garage

Als ich im September 2011 am „Training for Transition“ in Witzenhausen teilgenommen habe, war auch ein Filmteam vor Ort. In der zweiten Hälfte des Videos kommt auch mein Solarkocherworkshop vor, den ich im Anschluss an das Training auf dem Rathausplatz durchgeführt habe 🙂
Das Foto oben zeigt die Garage, in der die Teilnehmer am CSA-Projekt ihr Gemüse abholen.

CSA – Das Supermarktzeitalter geht zu Ende

7. September 2011

CSA

Die Menschheit hat schon vielerlei ausprobiert und letztlich verworfen. Spültoiletten werden auch dazu gehören, Pestizide, GMOs und Supermärkte. Die Lösung für gesunde, nachhaltig hergestellte Lebensmittel lautet CSA – Community Supported Agriculture, ein weiterer Anglizismus, der uns immer öfter begegnen wird. CSA ist eine konsequente Weiterentwicklung des Gemüseabos. Ein Verbraucherkreis finanziert die Betriebskosten eines Bauernhofs für jeweils ein Jahr vor. Auf diese Weise ist es möglich, Landwirtschaft zu betreiben ohne sich einem Vermarktungszwang stellen zu müssen. Die Qualität steigt, die Kosten für die Verbraucher sinken.
Infos dazu gibt es einmal bei freie-radios.net, einer hervorragenden Quelle für mp3-Audios zu vielen relevanten Themen. Auf der Seite Ernährungsautonomie – ökologisch und gemeinschaftlich Lebensmittel produzieren stehen zwei mp3-Dateien zum Download bereit. Eine beschreibt den Buschberghof bei Hamburg, die andere die Jardins de Cocagne bei Genf. Ausserdem gibt es noch das Manuskript einer Rede „Höfe der Zukunft“ von Trauger Groh, der den Begriff „Community Supported Agriculture“ geprägt hat. Sehr lesenswert!

Nachträgliche Ergänzungen:
Gutes Essen für alle! – oder: Was ist solidarische Landwirtschaft?
URGENCI: Weltweites Netzwerk für Solidarische Landwirtschaft
GartenCoop Freiburg