Über eine Tonne Quitten im Ökotop

Quitten

Wie ich schon vor zwei Jahren berichtet hatte, müssen die Quitten poliert werden, damit der bittere Flaum den Geschmack des später daraus gewonnenen Brandes nicht beeinträchtigt. Während ich also am Montag die Bergische Gartenarche in Radevormwald besucht habe, haben sich rund 30 Ökotopianer/innen der diesjährigen Rekordernte angenommen und kistenweise die Massen an Quitten poliert, die heuer in den verschiedenen Gärten im Ökotop gereift sind. Ich hatte schon am Samstag ein wenig beim Polieren geholfen. Ist eine sehr gesellige Angelegenheit 🙂

Quitten

Herbsttauschbörse der Bergischen Gartenarche

Bergische Gartenarche

Gestern habe ich es endlich geschafft: nach 1 3/4 Stunden Bahn- und Busfahrt habe ich in Radevormwald die herbstliche Pflanzentauschbörse der Bergischen Gartenarche besucht, und der Aufwand hat sich sehr gelohnt!

Bergische Gartenarche

Viele Gärtner/innen aus dem Bergischen Land hatten ihre Kostbarkeiten mitgebracht, und ich habe rund zwei Stunden gebraucht, den Hof der Grundschule an der Carl-Diem-Straße zu umrunden. Soviel gab es mit allen zu besprechen! Eine wunderbare Gemeinschaft, die sich inzwischen im zehnten Jahr trifft 🙂

Das habe ich mitgebracht:
Bergische Gartenarche

Hinten: Tripmadam, Schlangenknoblauch und Winterheckenzwiebel.
Vorn: Schwarzer Schlangenbart, Harworthie und „Wurzn“.
Dazu noch Saatgut von Butterkohl, Pastinake, Stangenbohne „Schlachtschwert“, Engkohl, Weinberglauch und noch mal Winterheckenzwiebel.

Ausserdem noch ein Interview für SunPod, das wir in ein paar Wochen veröffentlichen werden. Wir haben noch diverse andere Beiträge in der Warteschlange.

SunPod-Interview: Dr. Hans Herren über nachhaltige Landwirtschaft in Afrika

Hans Herren

Am 4.9.2011 sprach ich anläßlich der “64th Annual United Nations Conference for Non-Governmental Organizations” in Bonn mit dem Schweizer Agronomen Hans Herren, der sich als Insektenforscher auf die biologische Schädlingsbekämpfung spezialisiert hat. In unserem Gespräch lässt er uns an seiner reichen Erfahrung aus 30 Jahren in Afrika über nachhaltige Landwirtschaft teilhaben, erhellt viele Zusammenhänge, gibt Tipps für die Alltagspraxis, um die Artenvielfalt zu erhalten und geht hart mit der herrschenden Wachstumsideologie ins Gericht.
Hans Herren erhielt 1995 den renommierten World Food Prize und ist der Präsident des Millennium Institute in Washington.

Hier geht’s zum Interview.

Pflanzentauschbörse im Südpark

Pflanzentauschboerse

Heute war ich mit dem Tauschring auf der alljährlichen Herbsttauschbörse des VHS-Biogartens, des Gartenamtes usw., und besonders hat mich der Stand des Gartenamtes begeistert, an dem Äpfel alter Sorten zu sehen waren, die alle auf Düsseldorfer Stadtgebiet gewachsen sind.

Aber auch ansonsten war die Auswahl groß, ich habe mir einen bläulichen Hibiscus und zwei Meerettichstöcke mitgenommen, dazu Saatgut aus dem VHS-Biogarten, nämlich Meerkohl, Riesenspinat, Guter Heinrich, Erdkastanie, Rote Melde und Süßdolde. Ausserdem habe ich an unserem Stand Infos zur morgigen TransitionTown Düsseldorf-Aufbruchveranstaltung aufgehängt und dazu einige gute Gespräche geführt. Zum Boxkocher natürlich auch.

Pflanzentauschboerse

Pflanzentauschboerse

Ich vermute, dass der VHS-Biogarten einer der am meisten unterschätzten Orte Düsseldorfs ist. Falls die Zeiten mal schlechter werden sollten, wird man erst sehen, welcher Schatz hier zu heben ist!

VHS-Biogarten

Solar-Tee

Teewasser

Kartoffeln raus, Teewasser rein. Ich habe eine kleine braune Teekanne,
die 500 ml fasst. Nach ca 45 Minuten bin ich wieder runter gegangen. Das Thermometer zeigte 120° Lufttemperatur im Boxkocher, und wenn das Wasser auch nicht sprudelte, so war es doch heiss genug, um einen Tee aufzubrühen.
Das Kondenswasser, das man auf dem Glas sieht, bildet sich wohl aus dem nicht ganz trockenen Holz, das die beiden Glasplatten des Deckels umfängt und beim Erhitzen nicht entweichen kann.

Teewasser

Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl

Kartoffeln

… und natürlich etwas Kräutersalz. Die Kartoffeln wie gehabt aus dem Boxkocher.
Der Solarkocher hilft, die einfachen Delikatessen wiederzuentdecken 🙂

Kartoffeln

Apfelmus aus dem Boxkocher

Apfelmus

Hinterher habe ich dann noch einen Topf Äpfel mit Wasser in den Boxkocher gestellt. Als ich abends den Topf abgeholt habe, war er schon wieder abgekühlt, aber die Äpfel waren gar. Dann noch einmal kurz mit dem Stampfer die Äpfel zermatscht, und das Apfelmus war fertig 🙂
Und da ich das, was ich nicht sofort aufbrauche, einfriere, brauche ich auch keinen Zucker zur Konservierung.
Mittlerweile werden auch die Nachbarn auf meine Aktivitäten aufmerksam. Der Kocher steht ja im Hinterhof, von allen Balkons aus zu sehen 🙂
Deshalb stelle ich jetzt immer einen Karton mit Infos zum Mitnehmen daneben 🙂

Kürbissuppe aus dem Boxkocher

Kürbissuppe

Das schöne Herbstwetter lud mich heute ein, im Boxkocher eine Kürbissuppe zu kochen:
1/4 Hokkaido-Kürbis, gewürfelt,
1 große Möhre, in Stifte geschnitten,
1 Dose Kokosmilch
1/2 Dose Wasser
Currypulver
Chilipulver
frischer Ingwer, fein gewürfelt
3 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
Salz

Das ganze in den Boxkocher. Ich war dann zwischen 10.30 Uhr und ca. 13 Uhr unterwegs, und als ich danach in den Kocher schaute, stand das Thermometer auf 100° und die Suppe war fertig. Vermutlich schon eine halbe Stunde früher, aber wie wir wissen, kann im Boxkocher ja nichts anbrennen 🙂
Mit einem Parabolspiegelkocher hätte ich in Abwesenheit nichts kochen können. Diese Vorgehensweise erlaubt nur der Boxkocher.

Vorher sah die Suppe in spe so aus:

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Pfefferminzblüten

Pfefferminzblüten

Nachdem ich in den letzten Monaten schon jede Menge Pfefferminze getrocknet hatte, habe ich sie nun zur Blüte kommen lassen, was von zahllosen Insekten dankbar angenommen wird 🙂

25 Jahre Ökotop Heerdt e.V.